Wenn das neue Jahr schwer beginnt

Der Jahresanfang wird oft mit Aufbruch und Motivation verbunden. Viele Menschen erleben diese Zeit jedoch anders: mit Erschöpfung, gedrückter Stimmung oder innerer Unruhe. Gerade nach den Feiertagen fällt der Übergang in den Alltag schwer – Routinen, Anforderungen und Erwartungen kehren zurück, während Körper und Psyche noch müde sind.

Typische Anzeichen können sein:

  • anhaltende Niedergeschlagenheit oder Leere
  • Schlafprobleme
  • Grübeln oder innere Unruhe
  • Rückzug
  • ein steigender Wunsch nach Alkohol oder Medikamenten, um „abschalten“ zu können

Solche Signale sind kein persönliches Versagen. Sie zeigen, dass etwas belastet – und dass Unterstützung hilfreich sein kann.

In der Ordination ist es uns wichtig, diese ersten Anzeichen ernst zu nehmen. Sie müssen keine Diagnose haben, um ein Gespräch zu beginnen. Oft reicht schon ein Termin, um gemeinsam einzuordnen, was hinter den Beschwerden steckt und welche nächsten Schritte sinnvoll sein könnten.

Ein schwerer Jahresbeginn bedeutet nicht, dass das ganze Jahr schwer wird. Manchmal ist er der Moment, an dem es gut ist, sich Hilfe zu holen.

Dr. Ahmad, Dr. Nussbaumer & Team

26. Januar 2026
KI Grafik - ein Mensch vor einem Fenster, weitere grafisch-dekorative Elemente links und rechts von ihm